Systemisches Arbeiten

Prozess der systemischen Ausrichtung der Marienpflege

Seit vielen Jahren (seit ca. 1980) sind bei uns einige wenige Fachkräfte mit systemischen Qualifikationen tätig: BeraterInnen, TherapeutInnen, SupervisorInnen. Auch wenn es Spezialistenwissen war, hat sich die Grundhaltung und der systemische Arbeitsansatz durchaus bewährt und den KlientInnen oft positive Entwicklungen eröffnet.

Aufgrund dieser Erfahrungen wuchs die Überzeugung der Leitung, dass hierauf aufgebaut werden kann. Die systemische Ausrichtung der gesamten Fachkräfte und pädagogischen Arbeit wurde als Ziel definiert und als Konkretisierung des seit etwa 1999 bestehenden Leitbildes betrachtet. Klar war, dass ein vielschichtiger Prozess notwendig ist:

  • Personale Anteile: Haltung und Haltungsveränderungen, Sprache, Fachkenntnisse usw.
  • Kultur im Unternehmen: Umgang mit Klienten und im Kollegenkreis, Vorgesetzte
  • Organisation: Klarheit, Auftrag und Ziele, Aufbaustruktur, Kompetenzverteilung, Ablaufstrukturen, QM, gesetzliche Bedingungen, Arbeitsschutz und -sicherheit

Zur eigenen Qualifizierung absolvierte der Vorstand eine intensive Weiterbildung der Fortbildungsakademie des DCV (20 Kurstage, 8 Supervisionstage) zum Thema „Altersgerechte Personalentwicklung“, die sich – ungeplant - wesentlich auf den Gesamtprozess der systemischen Ausrichtung auswirkte. Schwerpunkte dort waren

  1. Personalmarketing: Gewinnung, Bindung, familienfreundliches Unternehmen
  2. Flexible Arbeitsgestaltung: Arbeitszeit, Lebensphasenmodell, Beruf und Familie, work-life-balance, Jahres- und Lebensarbeitszeitkonten, Gestaltungsspielräume AVR und Gesetze
  3. Gesundheitsförderung: Salutogenese, Eigenleistung und betriebliche Möglichkeiten, Arbeitsschutz und -sicherheit, Berufsgenossenschaft
  4. Diversity Management: Sensibilität für die unterschiedlichen Ressourcen von Alter, Geschlecht, Kultur und Milieu fördern; Zusammenarbeit fördern, Entwicklung ermöglichen
  5. Lernen als Unternehmenskultur – kontinuierliche und altersphasenspezifische Personalentwicklung: Lebenslanges Lernen, lernende Organisation, Leistungs- und Kompetenzprofile, Lernen im Team und in Lebensphasen, Intergeneratives Lernen, Job Rotation

Für die Marienpflege wurde als Projektarbeit das „Betriebliche Gesundheitsmanagement“ bearbeitet. Gerade diese Weiterbildung gab wertvolle Impulse für den Prozess der systemischen Ausrichtung, weil sie die oben genannten Aspekte einbrachte in die drei Ebenen Personal-, Organisations- und Führungskräfteentwicklung und eine ganzheitlichere Betrachtung ermöglichte.

 

Seit 4.4.2014 sind wir ausgezeichnet!

Unsere Partner

Unsere bewährte Partnerin für die systemischen Weiterbildungen ist Michaela Herchenhan, WMC Bayern.