Unterricht seit der Gründung der Marienpflege 1830!
"Die Sorge für die Kinder lag in den Händen des Hausvaters. Seine Frau pflegte die Kinder als Hausmutter. Der Hausvater war Lehrer, Erzieher und Bauer in einer Person. Neben der Schule lernten die Knaben Körbe flechten, Bürsten binden, Bänder weben, Schuhe aus Strohböden fertigen. Sie mussten Holz sägen und spalten, Lohkäse machen „zweckmäßige von aller Gefahr entfernte Leibesübungen treiben, aber auch ihre Socken stricken“. Die Mädchen lernten nähen, spinnen, stricken, sowie alle häuslichen Arbeiten. Zur Sommerzeit wurde manchmal erst abends Schule gehalten, wenn untertags auf dem Feld gearbeitet werden musste." (1831)
Die Marienpflege erklärte sich am 9. Dezember 1924 bereit, die erste katholische Hilfsschule des Landes einzurichten. Diese Hilfsschule erwies sich für die Kinder als sehr segensreich, Geschwister mussten nicht mehr getrennt werden. Die Durchlässigkeit der beiden Schularten – Volksschule und Hilfsschule – war ohne weiteres gewährleistet. Allerdings musste dafür nun das ehemalige Kloster für diese Schule umgebaut werden. Denn 1931 umfasste die Hilfsschule schon 90 Kinder.




